Freitag, März 22, 2019

Stadthafen LE - Alternativer Entwurfsvorschlag für den Stadthafen Leipzig

Der Selbstnutzer Leipzig e.V. ist ein Zusammenschluss von Architekten und anderen in der Bauwirtschaft tätigen Büros, die speziell die Interessen von selbstnutzenden Eigentümern im Rahmen des Selbstnutzer-Programms der Stadt Leipzig unterstützen und durch Ihre Arbeit einen Beitrag zur Baukultur in Leipzig leisten.

In diesem Zusammenhang möchte der Verein darauf hinwirken, dass das derzeitige Stadthafenkonzept nochmals überdacht wird. Durch eine zusätzliche Bebauung am nordöstlichen Rand des Hafenbecken erfolgt die erforderliche städtebauliche Arrondierung. Durch die Zentrierung von verschiedenen Nutzungsarten sowohl für Leipzig-Touristen als auch für Leipziger „Wohn-Selbstnutzer“ entsteht eine pulsierende Hafenatmosphäre. Der Vorschlag trägt den Namen Stadthafen LE.

VogelperspektiveZu diesem Zwecke soll das Hafenbecken so verschoben werden, dass neben einer 5,50 Meter breiten Promenade noch drei Baukörper mit 10 Meter Tiefe und 13 Meter Höhe für maximal 27 Eigentumswohnungen entstehen können sowie eine gewerbliche Erdgeschosszone an der Promenade ermöglicht wird. Die Lage der Promenade sowie die Südwest-Ausrichtung der Wohnungsbalkone und Dachterrassen ist nur an dieser Hafenseite optimal, da hier eine Südwest-Besonnung gegeben ist.

Zur Vergrößerung der Wasserfläche auf 4.850 m² soll zusätzlich eine Anbindung des Hafenbeckens in südlicher Richtung an die Käthe-Kollwitz-Straße angelegt werden, um von dort einen besseren Einblick auf das Hafenbecken zu erhalten. Ein „Hafen-Fenster“ soll mit einer maritimen Installation einen besonderen Akzent im Straßenraum setzen.

Die wasserwirtschaftliche Nutzung des Hafens durch große und kleine „Leipzig-Boote“, die Slipanlage zum Einsetzen weiterer Privatboote sowie die Zufahrtsmöglichkeit zur Schleuse bleiben voll erhalten. Zusätzlich ergibt sich in der Erdgeschosszone der drei Wohngebäude die Möglichkeit, für die Leipziger und für Touristen an der zusätzlichen Promenade attraktive Gastronomie und hafenbezogenen Einzelhandel anzusiedeln, um den Erlebniswert zu erhöhen.

Nicht zuletzt bieten die zusätzlichen Baugrundstücke, auf dem die drei zu errichtenden Baukörper stehen, eine vielleicht entscheidende Möglichkeit, die Kosten für den Bau des Hafenbeckens zusätzlich zu refinanzieren.

Der Verein setzt sich deshalb mit Nachdruck für diese Lösung ein, da eine Weiterverfolgung der bisherigen Planungen des Hafenbeckens durch die Stadt Leipzig eine solche Bebauung unmöglich machen würde. Ein Stadthafen ohne eine solche adäquate Randbebauung wäre von minderer Qualität.

HIER erhalten Sie die gesamte Broschüre im PDF-Format zum Download.